Erwachsene = 3,00 EUR
Gruppen = 2,50 EUR
Kinder von 6 - 14 Jahre = 2,00 EUR
Schüler, Studenten, Behinderte, Zivis, Wehrpflichtige = 2,50 EUR
Familien = 8,00 EUR
Kinder bis 6 Jahre frei
Gruppenführungen (bis 25 Personen) nur nach Voranmeldung; parallel zwei
Gruppen möglich.
27.02.2010 bis 24.05.2010 15 EUR,
25.05.2010 bis 07.11.2010 20 EUR.
Rathaus Undingen
Hauptstraße 2
72820 Sonnenbühl-Undingen
Fon: 07128/925-18
Fax: 07128/925-50
info@sonnenbuehl.de


Ostereimuseum in Sonnenbühl zeigt Sonderausstellung 150 Jahre Syrisches Waisenhaus

Mit der Sonderausstellung „Wünschet Jerusalem Glück – 150 Jahre Syrisches Waisenhaus und die Schneller-Schulen im Nahen Osten“ würdigt das Ostereimuseum Sonnenbühl vom 13. Juni bis zum 31. Oktober das Lebenswerk des 1820 in Erpfingen geborenen Missionars, Pädagogen und Waisenvaters Johann Ludwig Schneller. Schneller, Namensgeber der Erpfinger Grundschule, wanderte mit seiner Frau Magdalena, geb. Böhringer, nach Jerusalem aus, wo er 1860 das Syrische Waisenhaus nach dem Vorbild der süddeutschen Rettungshäuser gründete. Historische Aufnahmen, handgefertigte Schmuckstücke, Bücher und Stelltafeln dokumentieren die bewegte Geschichte der Einrichtung, die elternlosen Kindern ein Leben und Lernen in Würde ermöglichte. Neben dem Schulbetrieb sorgten schon damals angeschlossene Werkstätten für eine parallele handwerkliche Ausbildung der Kinder, z.B. als Schlosser oder Drucker. Damit verwirklichte Schneller eine Idee, die heute als duale Schulbildung verstärkt in die Lehrpläne zurückkehrt. Auch in pädagogischer Hinsicht wandte Schneller Methoden an, die heute als fortschrittlich gelten. „Beispielsweise gingen die Kinder beim Religionsunterricht zu den Originalstätten des Geschehens, etwa nach Kanaa“, erklärt Anna Barkefeld, Leiterin des Ostereimuseums.

Finanziert wurde die Schule durch Spenden und Lotteriescheine, die einst im Syrischen Waisenhaus gefertigt wurden und im Original in der Ausstellung zu sehen sind. „Sie funktionierten im Prinzip wie heute Aktion Sorgenkind und ähnliche karitative Einrichtungen“, so Barkefeld. Der zweite Weltkrieg bedeutete das vorläufige Aus des Hauses, ehe Schnellers Enkel, Hermann und Ernst, in den 50er und 60er Jahren die Idee erneut zum Leben erweckten und die Johann Ludwig Schneller-Schule im Libanon sowie die Theodor Schneller-Schule in Jordanien gründeten. Dort sind sie noch heute ein Symbol für einen Ort, an dem Muslime und Christen von klein auf in Frieden zusammenleben. Die Wanderausstellung „Wünschet Jerusalem Glück – 150 Jahre Syrisches Waisenhaus und die Schneller-Schulen im Nahen Osten“ wurde von Dr. Jakob Eisler zusammengestellt und fand bereits im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart große Beachtung. Im Ostereimuseum hat sie jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet und kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro und für Kinder von 6 bis 14 Jahren 2 Euro. Kinder bis 5 Jahre sind frei. Wer sich umfassender über die Ausstellung informieren möchte, hat am 4. Juli, 19. September, 10. Oktober und 31. Oktober Gelegenheit. In Expertenvorträgen skizzieren Dr. Jakob Eisler, Arno Krauß, Pfarrer Klaus Schmid und Pfarrer i.R. Erwin Herrmann Leben und Werk des großen Erpfingers und die Schneller-Schulen in der heutigen Zeit. Der Eintritt wird als freiwillige Spende verbucht.

In langjähriger Sammeltätigkeit ist in Sonnenbühl eine einmalige Spezialkollektion von verzierten Eiern gewachsen und wird präsentiert im ersten und einzigen deutschen Ostereimuseum in Sonnenbühl-Erpfingen.
Im ehemaligen Schulhaus können auf zwei Stockwerken viele Ausstellungsstücke in einzigartigen Farben, Formen und Techniken bestaunt werden.
Die für 2009 völlig neu konzipierte Dauerausstellung bietet Einblicke in weitere Aspekte und Schwerpunkte der Eierverzierkunst. Beginnend beim christlichen Osterfest und der Frage, was das Ei mit Ostern zu tun hat, schließt sich eine kleine Reise durch Hessen und die Lausitz zu ausgewählten Ländern Europas und der Welt an. Viele Menschen praktizieren das noch heute regional tief verwurzelte Osterbrauchtum. Verzierte Eier, Osterpalmen und speziell gebackene Brote sind Ausdrucksformen des christlichen Glaubens und religiösen Lebens.

Weitere Schwerpunktthemen der Ausstellung sind der Osterhase, Tiere wie Vögel, Schmetterlinge und Kätzchen. Daneben hat das aktuelle Kunsthandwerk seinen festen Platz. Natürlich dürfen die beliebtesten Eier wie das Coca-Cola-Ei oder das Fußballei nicht fehlen.
Am Ende der Präsentation schließt sich der Jahreskreis von Ostern bis Weihnachten mit einer Krippe. Das Geheimnis, was Eier mit Weihnachten und dem Tannenbaum zu tun haben, wird in der Ausstellung gelüftet.
Vier bis f ünf Wochen lang findet in diesem Jahr in der Osterzeit zu den Öffnungszeiten des Museums der Künstlermarkt mit renommierten Künstlern statt. Dazu gibt es jährlich wechselnde Sonderausstellungen. Der zweitägige Herbstmarkt Anfang November beendet dann traditionell die Saison.
Spezielles Angebot für Kinder

Ostereimuseum Sonnenbühl
Anna Barkefeld M. A.
Steigstraße 8
72820 Sonnenbühl-Erpfingen
Fon: 07128/774
Fax: 07128/92550
27. Februar bis 24. Mai 2010
Dienstag bis Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr,
Sonn- und Feiertage 11.00 bis 17.00 Uhr.
Montags geschlossen
Ausnahme Feiertage
25. Mai bis 07. November 2010
Sonntags 13.00 bis 17.00 Uhr.
Für Gruppen täglich nach Anmeldung.